Nicht nur die Diagnose

Beschwerden dürfen genau beschrieben werden.

Viele Menschen suchen nicht zuerst nach einer bestimmten Behandlungsmethode. Sie möchten verstehen, warum etwas drückt, zieht, brennt, eng wird oder immer wieder schmerzt.

Manchmal gibt es eine klare Diagnose. Manchmal erklärt sie nicht alles. Und manchmal bleibt trotz gründlicher Untersuchungen offen, warum Beschwerden wiederkehren oder an mehreren Stellen spürbar werden.

Wir beginnen deshalb bei dem, was Sie tatsächlich wahrnehmen. Wo sitzt die Beschwerde? Wie fühlt sie sich an? Wann wird sie stärker? Was verändert sich beim Sitzen, Bewegen, Atmen, Schlafen oder im Verlauf des Zyklus?

Daraus können körperliche Zusammenhänge sichtbar werden, die wir in der Untersuchung genauer betrachten.

Osteopathische Frauenheilkunde

Zyklus, Unterbauch und Beckenboden

Regelschmerzen können in Rücken, Leisten oder Beine ziehen. Druck im Unterbauch, eine Reizblase oder Schmerzen beim Sitzen können hinzukommen.

Ein Beckenboden, der dauerhaft festhält, kann sich als Ziehen, Brennen, Enge oder Beschwerden bei körperlicher Nähe bemerkbar machen. Auch Vaginismus und Vulvodynie können mit Schutzspannung in mehreren Körperbereichen verbunden sein.

Wir schauen darauf, wie Unterbauch, Beckenboden, Kreuzbein, Rücken und Atmung zusammenarbeiten.

Beschwerden bei Endometriose

Bei Endometriose können Schmerzen, Erschöpfung sowie Beschwerden von Darm, Blase oder Beckenboden weit über die Menstruation hinaus bestehen.

Auch wenn eine klare Diagnose vorliegt, erklärt sie nicht immer jede Spannung im Körper. Narben nach Eingriffen, ein fester Bauch, ein angespannter Beckenboden, Schonhaltung und die Erwartung neuer Schmerzen können zusätzlich belasten.

Vorhandene gynäkologische Befunde und laufende Behandlungen werden dabei selbstverständlich berücksichtigt.

Osteopathie und Körperpsychotherapie

Kinderwunsch

Ein länger bestehender Kinderwunsch kann körperlich und seelisch sehr fordern. Untersuchungen, Wartezeiten, hormonelle Behandlungen und wiederholte Enttäuschungen verändern oft auch die Beziehung zum eigenen Körper.

Beschwerden im Unterbauch, Narben, Endometriose, ein angespannter Beckenboden, unruhiger Schlaf oder das Gefühl, nicht mehr loslassen zu können, können gleichzeitig bestehen.

Wir berücksichtigen die körperliche Situation ebenso wie das, was diese Zeit innerlich auslöst. Je nach Anliegen liegt der Schwerpunkt stärker auf der Osteopathie, der Körperpsychotherapie oder auf einer Verbindung beider Bereiche.

Bauch · Narben · Lebensphasen

Schwangerschaft, Geburt und Narben

Während einer Schwangerschaft verändern sich Haltung, Atmung und die Belastung von Rücken, Bauch, Becken und Beckenboden.

Nach der Geburt oder nach gynäkologischen Eingriffen können Narben ziehen, brennen, taub sein oder sich fremd anfühlen. Auch tiefere Schichten können fester werden und Bewegung in Bauch, Becken oder Rücken verändern.

Wir betrachten nicht nur die sichtbare Narbe, sondern auch die umliegenden Bereiche, die Atmung und das Gefühl für die betroffene Körperregion.

Bauch und Verdauung

Der Bauch kann sich fest, aufgebläht, empfindlich oder unruhig anfühlen. Beschwerden können sich mit dem Essen, dem Stuhlgang, der Atmung, dem Zyklus oder in belastenden Zeiten verändern.

Wir betrachten Bauchwand, Zwerchfell, Rücken und Becken in ihrem Zusammenspiel. Auch Narben oder ein unbewusst ständig eingezogener Bauch können Bewegung und Spannung verändern.

Kopf · Atmung

Kopf, Kiefer und Nacken

Vielleicht wachen Sie mit einem festen Kiefer auf. Die Schläfen drücken, der Kopf fühlt sich schwer an oder der Nacken wird beim Drehen eng. Spannung kann bis hinter die Augen, in die Ohren oder zwischen die Schulterblätter ziehen.

Wir schauen darauf, wie Kiefer, Schädelbasis, Nacken, Schultern und Atmung zusammenarbeiten. Auch Zähnepressen, Bildschirmarbeit, Schlaf und anhaltende Anspannung können eine Rolle spielen.

Brustkorb, Atmung und Zwerchfell

Manche Patientinnen haben das Gefühl, nicht vollständig einatmen zu können. Der Brustkorb ist eng, die Schultern bleiben hochgezogen oder im Oberbauch entsteht Druck.

Atmung bewegt nicht nur die Lunge. Rippen, Brustbein, Wirbelsäule, Bauchwand und Zwerchfell arbeiten bei jedem Atemzug zusammen. Wir untersuchen, wo diese Bewegung eingeschränkt ist und welche Bereiche mitfesthalten.

Bewegung · innere Belastung

Rücken, Schulter, Hüfte und Beine

Rückenschmerzen entstehen nicht immer nur dort, wo sie wahrgenommen werden. Eine feste Hüfte verändert das Becken. Eine eingeschränkte Schulter beeinflusst Brustkorb und Nacken. Spannung in den Beinen kann bis in den unteren Rücken weiterziehen.

Langes Sitzen, einseitiges Stehen, Bildschirmarbeit, Schonhaltung oder körperliche Überlastung können dazu führen, dass der Körper Belastung nicht mehr gleichmäßig verteilt.

Angst, Depression, Erschöpfung und Schlaf

Manchmal zeigt sich eine Belastung zuerst im Körper. Der Atem wird kurz. Der Kiefer hält fest. Der Bauch bleibt angespannt. Der Schlaf wird leicht oder der Körper findet auch in Ruhe nicht mehr wirklich zur Ruhe.

Andere Menschen erleben eher Schwere, Rückzug oder das Gefühl, einzelne Körperbereiche kaum noch zu spüren.

In der Körperpsychotherapie arbeiten wir nicht nur mit Worten. Auch Atmung, Wahrnehmung, Haltung und – wenn es passt – Berührung können einbezogen werden.

ADHS, ADS und Neurodivergenz

Wenn zu viel gleichzeitig ankommt.

Gedankenfülle, Reizüberflutung, Hyperfokus, innere Unruhe und ein später Einbruch der Energie können den Alltag sehr unterschiedlich prägen.

Bei Jugendlichen sowie bei Mädchen und Frauen zeigt sich ADHS oder ADS häufig leiser und stärker kompensiert. Auch Autismus, ein PDA-Profil, Hochsensibilität, Hochbegabung, PMS und zyklusabhängige Veränderungen können für das persönliche Erleben wichtig sein.

Die körperorientierte Begleitung verbindet Wahrnehmung, Regulation, Bewegung, Atem und die Behandlung konkreter Spannungsbeschwerden.

Gemeinsame Einordnung

Sie müssen Ihre Beschwerden nicht selbst zuordnen.

Eine Beschwerde muss nicht bereits eindeutig der Osteopathie, Frauenheilkunde oder Körperpsychotherapie zugeordnet sein.

Im kostenlosen persönlichen Vorgespräch besprechen wir, was Sie spüren, welche Befunde bereits vorliegen und welcher Behandlungsansatz für Ihre Situation passend sein kann.

Kostenloses persönliches Vorgespräch

Erst einmal persönlich sprechen.

In etwa 20 Minuten klären wir, worum es geht, welche Beschwerden bestehen und welcher Schwerpunkt für Sie passend sein kann.

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