ADHS, ADS und Neurodivergenz · Berlin

Wenn zu viel gleichzeitig ankommt

Körperorientierte Begleitung bei ADHS, ADS und Neurodivergenz in Berlin

Reizverarbeitung · Aufmerksamkeit · Selbstregulation

Wenn Denken, Wahrnehmen und Körper keinen einfachen Filter finden.

In der conSenso® Praxis in Berlin-Wilmersdorf begleiten wir Jugendliche und Erwachsene bei ADHS, ADS und neurodivergenter Reizverarbeitung, wenn Gedankenfülle, Reizüberflutung, innere Unruhe, Erschöpfung oder körperliche Begleitbeschwerden den Alltag prägen.

Manche Menschen wechseln schnell zwischen vielen Eindrücken. Andere versinken vollständig in einem Thema und finden nur schwer wieder heraus. Aufgabenbeginn, Übergänge, Zeitgefühl und das Sortieren mehrerer Anforderungen können viel Kraft beanspruchen.

Der Körper reagiert dabei oft deutlich. Kiefer und Schultern halten fest, der Atem wird flach, der Bauch bleibt unruhig oder der Schlaf findet keinen verlässlichen Rhythmus. Häufig werden Hunger, Müdigkeit, Schmerz oder Überforderung erst wahrgenommen, wenn die eigene Grenze bereits überschritten ist.

Behandlung beginnt bei diesem individuellen Muster. Wir arbeiten daran, Aktivierung früher zu erkennen, Reize differenzierter einzuordnen und einen körperlichen Wechsel zwischen Konzentration, Bewegung, Ruhe und Erholung zugänglicher zu machen.

Aufmerksamkeit · Aktivierung

Wenn Aufmerksamkeit nicht einfach zu steuern ist

Aufmerksamkeit kann von jedem Geräusch, jeder Bewegung oder einem neuen Gedanken mitgenommen werden. Gleichzeitig ist ein intensiver Hyperfokus möglich, in dem Zeit, Hunger und die Umgebung kaum noch wahrgenommen werden.

Der Wechsel zwischen Tätigkeiten kann schwieriger sein als die Tätigkeit selbst. Eine Aufgabe wird lange aufgeschoben, obwohl sie wichtig ist, oder mit großer Energie begonnen und später kaum abgeschlossen.

Was häufig als ADS bezeichnet wird, zeigt sich oft stiller. Verträumtheit, Vergesslichkeit, gedankliches Abschweifen und eine große innere Aktivität können bestehen, ohne dass nach außen starke Unruhe auffällt.

Wenn der Körper zwischen Hochspannung und Erschöpfung wechselt

Innere Aktivierung kann sich als Bewegungsdrang, schnelles Sprechen, Kieferpressen, Muskelanspannung oder das Gefühl zeigen, selbst in Ruhe weiterlaufen zu müssen.

Nach Phasen intensiver Konzentration, sozialer Anpassung oder Reizbelastung folgt bei manchen Menschen ein deutlicher Einbruch. Dann werden Rückzug, Schwere, Kopfschmerzen, Bauchbeschwerden oder eine kaum steuerbare Müdigkeit spürbar.

Die Behandlung macht diese Wechsel körperlich lesbarer. Dadurch können Pausen, Bewegung und Rückzug früher und gezielter eingesetzt werden.

ADHS bei Mädchen und Frauen

Wenn das verbreitete Bild nicht passt.

Das bekannte Bild des lauten, ständig zappelnden Jungen zeigt nur eine mögliche Ausprägung von ADHS. Im Durchschnitt fallen Jungen und Männer häufiger durch äußerlich sichtbare hyperaktiv-impulsive Muster auf. Bei Mädchen und Frauen stehen häufiger Unaufmerksamkeit, innere Unruhe und internalisierte Belastungen im Vordergrund.

Sie wirken vielleicht ruhig, angepasst, zuverlässig oder besonders leistungsbereit. Gleichzeitig kostet es viel Kraft, Gesprächen zu folgen, Aufgaben zu organisieren, Reize auszublenden und nach außen den Überblick zu behalten. Perfektionismus, Tagträumen, starke Selbstkritik, emotionale Empfindlichkeit und Erschöpfung können das sichtbare Bild prägen.

Auch Hyperaktivität kann sich nach innen verlagern. Gedanken laufen ohne Pause, der Kopf plant mehrere Schritte gleichzeitig und echte Ruhe stellt sich nur schwer ein. Manche Mädchen und Frauen kompensieren über Jahre so wirksam, dass Schwierigkeiten erst in der Pubertät, im Studium, im Beruf, mit Familienaufgaben oder in hormonellen Übergängen deutlich werden.

Der besondere Schwerpunkt der conSenso® Praxis liegt auf diesem weiblichen Profil. Körperpsychotherapie, Osteopathische Frauenheilkunde und die Beobachtung von Zyklus, PMS, Schlaf, Spannung und Reizverarbeitung werden dabei zu einem gemeinsamen Behandlungsansatz verbunden.

Jugendliche · Schule · Übergänge

Wenn in der Schule alles zusammengehalten wird

Manche Jugendliche wirken während des Schultags unauffällig und brechen erst zu Hause ein. Nach langem Konzentrieren, sozialer Anpassung und dem Filtern vieler Reize folgen Gereiztheit, Tränen, Rückzug, Kopfschmerzen, Bauchbeschwerden oder vollständige Erschöpfung.

Gerade intelligente und hochbegabte Mädchen können Schwierigkeiten lange durch schnelles Denken, gute Leistungen oder sorgfältige Vorbereitung ausgleichen. Der innere Aufwand bleibt dabei häufig unsichtbar.

Pubertät, steigende schulische Anforderungen und der Menstruationszyklus können bestehende Muster deutlicher hervortreten lassen. Behandlung hilft, Belastungsgrenzen, Bewegungsbedarf und Erholung früher wahrzunehmen.

Wenn Anforderungen den eigenen Handlungsspielraum verengen

Hausaufgaben, Termine, Übergänge oder direkte Aufforderungen können eine starke körperliche Gegenbewegung auslösen. Selbst etwas Gewünschtes wird schwer erreichbar, sobald es als Forderung erlebt wird.

Bei einem PDA-Profil, häufig im Zusammenhang mit Autismus oder ADHS beschrieben, steht ein ausgeprägter Bedarf nach Autonomie im Vordergrund. Druck erhöht Anspannung, während Wahlmöglichkeiten, Vorhersehbarkeit und ein nachvollziehbarer Ablauf den Zugang erleichtern können.

Jugendliche werden in der Behandlung als eigenständige Gesprächspartner ernst genommen. Kleine Schritte, Bewegung, Pausen und klare Wahlmöglichkeiten schaffen einen Rahmen, in dem Regulation und Mitarbeit aus eigener Beteiligung entstehen.

Neurodivergenz · individuelle Profile

Wenn mehrere Beschreibungen gleichzeitig passen

ADHS, ADS, Autismus, ein PDA-Profil, Hochsensibilität und Hochbegabung beschreiben unterschiedliche Aspekte. In der gelebten Erfahrung können sie sich dennoch überschneiden.

Schnelles und komplexes Denken, intensive Interessen, ausgeprägter Autonomiebedarf, soziale Anpassung, Schwierigkeiten mit Übergängen oder eine besonders feine Wahrnehmung können gleichzeitig vorhanden sein.

Behandlung orientiert sich an dem persönlichen Profil. Entscheidend ist, wie Aufmerksamkeit, Reize, Gefühle, Körperzustände und Anforderungen bei der einzelnen Patientin oder dem einzelnen Patienten zusammenwirken.

Wenn Reize intensiver ankommen

Geräusche, Licht, Gerüche, Berührung, Kleidung, soziale Situationen oder mehrere Gespräche im selben Raum können den Körper schnell in hohe Aktivierung bringen.

Manche Menschen vermeiden Reize. Andere suchen Bewegung, Druck, Geschwindigkeit oder starke sensorische Eindrücke, um sich besser zu spüren. Viele wechseln zwischen beidem.

Wir erarbeiten, welche Reize stärken, welche überlasten und woran eine beginnende Überforderung körperlich erkennbar wird. Daraus entstehen konkrete Möglichkeiten für Alltag, Schule, Arbeit und Erholung.

Mädchen · Frauen · hormonelle Übergänge

Wenn ADHS, ADS, PMS und Zyklus zusammenwirken.

Bei manchen Mädchen und Frauen verändern sich Konzentration, Reizbarkeit, emotionale Empfindlichkeit, Schlaf und Belastbarkeit im Verlauf des Menstruationszyklus. Besonders vor der Periode können ADHS- oder ADS-Beschwerden und ein bestehendes PMS gleichzeitig stärker hervortreten.

Auch eine ärztlich verordnete ADHS-Medikation kann in verschiedenen Zyklusphasen subjektiv unterschiedlich erlebt werden. Eine strukturierte Beobachtung von Zyklusphase, PMS-Beschwerden, Schlaf, Alltag, körperlicher Spannung und wahrgenommener Medikamentenwirkung macht solche Muster besser erkennbar.

Diese Beobachtungen können in das Gespräch mit der behandelnden Psychiaterin oder dem behandelnden Psychiater einfließen. In der Praxis werden körperpsychotherapeutische Regulation, osteopathische Frauenheilkunde und zyklusbezogene Selbstwahrnehmung passend miteinander verbunden.

Auch Pubertät, hormonelle Kontrazeption, die Zeit nach einer Schwangerschaft und die Perimenopause werden berücksichtigt, wenn sich Aufmerksamkeit, Stimmung, Reizverarbeitung oder körperliche Beschwerden in diesen Phasen verändern.

Das eigene Profil verstehen

Die eigene Wahrnehmungsweise darf verständlich werden.

Ein klares Bild der eigenen Aktivierung schafft Orientierung im Alltag.

Was bringt Konzentration in Gang, was unterbricht sie, welche Reize kosten Kraft und woran kündigt sich ein Einbruch an? Wenn diese Zusammenhänge körperlich greifbar werden, lassen sich Bewegung, Pausen, Rückzug und Aufgabenwechsel gezielter gestalten.

Diese Form der Selbstkenntnis stärkt auch die Kommunikation in Familie, Schule, Studium, Beruf und ärztlicher Behandlung.

conSenso® Praxis 1 · Wilmersdorf

Behandlung, die sich am eigenen Nervensystem orientiert.

Die Begleitung findet in der Pfalzburger Straße 43 in Berlin-Wilmersdorf statt. Im ruhigen Einzeltermin bleibt Zeit, Reizverarbeitung, Aufmerksamkeit, Körperspannung, Schlaf, Zyklus und aktuelle Belastungen gemeinsam zu betrachten.

Die Behandlung verbindet Körperpsychotherapie, Integrative Osteopathie, Atemarbeit, Bewegung, Wahrnehmungsschulung und bei Bedarf hypnotherapeutische Elemente. Ausgangspunkt ist die individuelle Art, wie der Körper Aktivierung, Anforderungen, Konzentration und Erholung organisiert.

Bei Kieferpressen, Kopfschmerzen, Schulter-Nacken-Spannung, thorakaler Enge, Bauchanspannung oder posturaler Überlastung werden die beteiligten myofaszialen und osteopathischen Zusammenhänge gezielt behandelt.

Kurze, alltagstaugliche Übungen unterstützen den Wechsel zwischen Fokus, Bewegung und Ruhe. Wahlmöglichkeiten, ein nachvollziehbarer Ablauf und fortlaufende Rückmeldung geben besonders Jugendlichen und Menschen mit ausgeprägtem Autonomiebedarf einen verlässlichen Rahmen.

Ruhe entsteht durch eine Regulation, die zum eigenen System passt.

Kostenloses persönliches Vorgespräch

Erst einmal persönlich sprechen.

Im kostenlosen persönlichen Vorgespräch können Sie schildern, wie sich ADHS, ADS, Reizüberflutung, ein PDA-Profil, Hochsensibilität oder Hochbegabung im Alltag und im Körper zeigen.

Bei Mädchen und Frauen können auch Pubertät, Zyklus, PMS und eine wechselnd erlebte Medikamentenwirkung in die erste Einordnung einfließen.

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