conSenso® Praxis 1 · Berlin-Wilmersdorf

OsteopathischeFrauenheilkunde

Beschwerden im Zusammenhang mit Zyklus, Bauch, Becken und Beckenboden.

Osteopathische Behandlung im Bauch- und Beckenbereich

Körperliche Zusammenhänge

Der Körper arbeitet zusammen.

Bauch, Becken, Beckenboden, Rücken und Atmung arbeiten eng zusammen. Wenn ein Bereich dauerhaft festhält, kann sich das an anderer Stelle bemerkbar machen.

Ein angespannter Unterbauch verändert die Atmung. Ein fester Beckenboden kann Rücken, Blase, Gebärmutter oder Darm mitbelasten. Narben nach einer Operation können Zug in benachbarte Bereiche bringen.

Wir schauen darauf, wo Bewegung fehlt, wo Gewebe festhält und wie sich Beschwerden über den Körper fortsetzen. Die Behandlung wird an das jeweilige Anliegen und an das angepasst, was im Moment gut möglich ist.

01 · Zyklus und Endometriose

Zyklusbeschwerden und Regelschmerzen

Regelschmerzen bleiben nicht immer auf den Unterbauch begrenzt. Sie können in Rücken, Becken, Leisten oder Beine ziehen. Manche Patientinnen erleben zusätzlich Druck, Übelkeit, Blähungen, Erschöpfung oder eine besonders starke Anspannung im gesamten Körper.

Wir untersuchen, ob Bauchwand, Becken, Beckenboden, Kreuzbein oder Zwerchfell mitfesthalten. Wir arbeiten dort, wo Spannung den natürlichen Bewegungsraum einschränkt.

Es geht darum, körperliche Belastungen zu verringern, die Beschwerden vor oder während der Menstruation verstärken können.

Beschwerden bei Endometriose

Endometriose kann den Alltag weit über die Tage der Menstruation hinaus beeinflussen. Schmerzen, Erschöpfung, Beschwerden beim Geschlechtsverkehr sowie Probleme mit Darm oder Blase können über lange Zeit bestehen.

Die osteopathische Behandlung richtet sich nicht auf die Endometrioseherde selbst. Wir kümmern uns um die Beschwerden und Spannungen, die mit der Erkrankung einhergehen können: einen festen Bauch, Zug und Druck im Becken, Narben nach Eingriffen, einen angespannten Beckenboden oder Schmerzen in Rücken und Kreuzbein.

Wenn Schmerzen lange bestehen, verändert sich häufig auch die Art, wie der Körper auf Berührung, Bewegung oder die Erwartung neuer Beschwerden reagiert. Wo solche Zusammenhänge eine Rolle spielen, kann die osteopathische Behandlung durch Körperpsychotherapie, Atemarbeit oder auch Hypnose ergänzt werden.

Neurodivergenz und Frauenheilkunde

ADHS und ADS bei Mädchen und Frauen.

Bei Mädchen und Frauen zeigt sich ADHS häufig anders als im verbreiteten Bild des äußerlich unruhigen Jungen. Tagträumen, innere Rastlosigkeit, Überanpassung, Perfektionismus und ein hoher Aufwand für Organisation können lange unbemerkt bleiben.

Pubertät, Menstruationszyklus und PMS beeinflussen bei manchen Patientinnen Konzentration, Reizverarbeitung, Stimmung, Schlaf und körperliche Spannung. Auch die Wirkung ärztlich verordneter ADHS-Medikamente kann in verschiedenen Zyklusphasen unterschiedlich erlebt werden.

Die Verbindung von Osteopathischer Frauenheilkunde und Körperpsychotherapie ermöglicht, diese zyklischen und neurodivergenten Muster gemeinsam zu beobachten und körperlich zu begleiten.

02 · Beckenboden und körperliche Nähe

Beckenboden und chronischer Beckenschmerz

Der Beckenboden trägt Blase, Darm und innere Organe. Er hilft beim Halten, muss aber zugleich nachgeben können.

Ist er dauerhaft angespannt, können Druck, Ziehen oder Schmerzen entstehen. Auch Beschwerden beim Sitzen, Wasserlassen, Stuhlgang oder bei körperlicher Nähe können damit zusammenhängen. Manche Patientinnen spüren zusätzlich eine feste Bauchdecke, ständige Rückenschmerzen oder das Gefühl, im Becken nicht richtig loslassen zu können.

Die Behandlung erfolgt in der Regel von außen. Wir arbeiten zum Beispiel über die Knochenränder des Beckens, die Leisten, die inneren Oberschenkel, die Bauchwand oder das Zwerchfell.

Nur wenn es medizinisch sinnvoll, von außen nicht zu lösen und gemeinsam besprochen ist, kann ergänzend auch eine interne Behandlung erforderlich sein.

Vaginismus und Vulvodynie

Bei Vaginismus oder Vulvodynie kann der Körper bereits auf die Erwartung von Berührung mit Schutz und Anspannung reagieren. Der Beckenboden zieht sich zusammen, der Atem hält an und der Bauch wird fest. Bei Vulvodynie können zusätzlich Brennen, Stechen oder eine ungewöhnlich starke Empfindlichkeit im äußeren Intimbereich bestehen.

Wir gehen langsam und in sehr klarer Abstimmung vor. Ein direkter Kontakt am Becken ist für uns nicht immer notwendig. Manchmal lassen sich die Beschwerden auch durch eine Behandlung an Bauch, Rücken, Zwerchfell, Beinen oder Kiefer lindern oder lösen.

Es geht nicht darum, eine Öffnung zu erzwingen. Sicherheit, Grenzen und Selbstbestimmung bleiben während der gesamten Behandlung erhalten.

03 · Veränderung und Heilung

Nach gynäkologischen Eingriffen

Narben enden nicht an der Haut. Auch tiefer liegende Schichten können nach einer Operation fester werden und Zug in Bauch, Becken oder Rücken weitergeben.

Nach einem Kaiserschnitt, einer Bauchspiegelung, einer Endometrioseoperation oder einem anderen gynäkologischen Eingriff schauen wir darauf, wie beweglich die Narbe ist und wie die umliegenden Bereiche darauf reagieren.

Wir lösen feste Übergänge und unterstützen Haut, Bindegewebe und Bauchwand dabei, sich wieder leichter gegeneinander zu bewegen. Auch Atmung, Haltung und Beckenboden werden einbezogen, wenn sie durch den Eingriff mitbelastet sind.

Schwangerschaft und die Zeit nach der Geburt

Während einer Schwangerschaft verändern sich Haltung, Atmung und die Belastung von Rücken und Becken. Das wachsende Gewicht wirkt auf Bauchwand, Beckenboden, Zwerchfell und Wirbelsäule.

Nach der Geburt braucht der Körper Zeit, um sich neu zu ordnen. Rückenschmerzen, ein instabiles oder angespanntes Becken, Narben nach Kaiserschnitt oder Geburtsverletzungen und ein verändertes Körpergefühl können bestehen bleiben.

Die Behandlung wird an die Schwangerschaftswoche, den Geburtsverlauf, die Heilungsphase und immer an das angepasst, was im jeweiligen Moment angenehm und möglich ist.

Osteopathie und Körperpsychotherapie

Kinderwunsch

Ein länger bestehender Kinderwunsch betrifft oft nicht nur Befunde und Behandlungstermine. Wiederholte Untersuchungen, Wartezeiten, hormonelle Behandlungen und Enttäuschungen können Körper und Psyche stark fordern.

Wir berücksichtigen körperliche Beschwerden ebenso wie diese Belastungen. Dazu können Schmerzen im Unterbauch, Narben, ein angespannter Beckenboden, Beschwerden bei Endometriose oder das Gefühl gehören, dem eigenen Körper nicht mehr vertrauen zu können.

Je nach Situation liegt der Schwerpunkt stärker auf der Osteopathie, der Körperpsychotherapie oder auf einer Verbindung beider Bereiche. Es hat sich gezeigt, dass die Begleitung gut in eine bestehende gynäkologische oder reproduktionsmedizinische Behandlung eingebettet werden kann.

Körper und seelische Belastung

Wenn mehrere Ebenen zusammenkommen.

Lange bestehende Schmerzen können Schlaf, Stimmung, Beziehungen und das Gefühl für den eigenen Körper verändern.

Umgekehrt können Angst, Stress oder belastende Erfahrungen dazu führen, dass Muskeln unbewusst festhalten und der Körper schwerer zur Ruhe findet.

Diese Zusammenhänge werden nur dann einbezogen, wenn sie für die Beschwerden tatsächlich eine Rolle spielen. Entscheidend ist, was sich im konkreten Fall zeigt.

Untersuchung und Behandlung

Ruhig, genau und in fortlaufender Abstimmung.

Vor der ersten Behandlung besprechen wir das aktuelle Anliegen, vorhandene Befunde, frühere Eingriffe, Medikamente und weitere Belastungen, die für die Behandlung wichtig sein können.

Die Untersuchung richtet sich nach den Beschwerden. Wir achten darauf, wie Bauch, Becken, Beckenboden, Rücken und Atmung zusammenarbeiten. Untersuchung und Behandlung gehen dabei häufig ineinander über.

Die Berührungen folgen der Spannung im Gewebe. Wenn ein Bereich nachgibt, verändert sich oft auch die Bewegung an anderer Stelle. Vorgehen und Intensität werden fortlaufend an die Reaktion des Körpers angepasst.

Unsere Behandlungen finden in sehr ruhiger, konzentrierter und besonders geschützter Atmosphäre statt. Bei Bedarf können frauenheilkundliche Behandlungen nach vorheriger Absprache auch von einer weiblichen Therapeutin oder in ihrem Beisein durchgeführt werden.

Die Berührungen folgen der Spannung im Gewebe.

Kostenloses persönliches Vorgespräch

Erst einmal persönlich sprechen.

Ob die osteopathische Frauenheilkunde bei Ihrer konkreten Fragestellung infrage kommt, lässt sich im kostenlosen persönlichen Vorgespräch klären.

In etwa 20 Minuten besprechen wir, worum es geht, welche Beschwerden bestehen und welcher Schwerpunkt für Sie passend sein kann.

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