conSenso® Praxis

Körper-psychotherapie

Wenn Belastung im Körper bleibt

Ruhige körperpsychotherapeutische Behandlung

Einordnung

Wenn Belastung im Körper bleibt

Psychische Belastungen zeigen sich nicht nur in Gedanken und Gefühlen. Auch der Körper reagiert.

Die Atmung wird flacher. Der Kiefer hält fest. Der Bauch bleibt angespannt. Der Schlaf wird unruhig. Manche Menschen fühlen sich ständig in Alarmbereitschaft. Andere ziehen sich zurück oder spüren einzelne Bereiche ihres Körpers kaum noch.

Umgekehrt können körperliche Beschwerden auch seelisch belasten. Lange bestehende Schmerzen, Endometriose, ein unerfüllter Kinderwunsch oder wiederholte medizinische Behandlungen können das Vertrauen in den eigenen Körper verändern.

In der Körperpsychotherapie arbeiten wir deshalb nicht nur mit Worten. Auch Wahrnehmung, Atem, Haltung, Bewegung und therapeutische Berührung können Teil der Behandlung sein.

Es geht allerdings nicht darum, jedes körperliche Symptom psychisch zu erklären. Entscheidend ist, was für das konkrete Anliegen tatsächlich eine Rolle spielt.

Angst · Depression

Angst und Panik

Angst kann sich sehr deutlich im Körper zeigen.

Das Herz schlägt schneller. Der Atem wird kurz. Muskeln spannen sich an. Schwindel, Zittern, Druck im Brustkorb oder Beschwerden im Bauch können hinzukommen.

Bei einer Panikattacke werden diese Empfindungen oft selbst als bedrohlich erlebt. Die Angst vor der nächsten körperlichen Reaktion kann dann zusätzliche Anspannung auslösen.

Wir arbeiten daran, diese Signale früher wahrzunehmen, ohne von ihnen überwältigt zu werden. Orientierung im Raum, ein ruhigerer Atem und ein sicherer Kontakt zum eigenen Körper können dabei helfen.

Ziel ist nicht, Angst wegzudrücken. Der Körper soll wieder selbst erfahren können, dass Anspannung nachlassen darf und dass eigene unbewusste Reaktionen bewusster beeinflussbar werden.

Depression und Erschöpfung

Eine Depression kann den Körper schwer und kraftlos werden lassen.

Bewegung wird mühsam. Die Haltung fällt zusammen. Die Atmung wird flach. Manche Menschen spüren kaum noch etwas, fühlen sich innerlich leer oder weit von ihrem Körper entfernt.

Die Behandlung verlangt keine Kraft, die im Moment nicht vorhanden ist. Sie beginnt dort, wo Wahrnehmung und Kontakt noch möglich sind.

Ruhige körperpsychotherapeutische Berührung, Atem oder bestimmte kleine Bewegungen können helfen, den eigenen Körper wieder deutlicher wahrzunehmen und zurück in Kraft, Spürfähigkeit und Lebensfreude zu gelangen.

Dabei geht es nicht um eine schnelle Aktivierung. Es geht zunächst vor allem darum, wieder etwas Halt und Stabilität, Ruhe und körperliche Lebendigkeit zugänglich zu machen.

Überforderung · Schutz

Stress und Burnout

Bei langer Überforderung bleibt der Körper oft auch dann angespannt, wenn äußerlich Ruhe eingekehrt ist.

Gedanken laufen weiter. Der Schlaf bleibt leicht. Schultern und Kiefer halten fest. Der Bauch reagiert empfindlich und selbst kleine Anforderungen können zu viel werden.

Viele Menschen verlieren mit der Zeit das Gefühl dafür, wann sie erschöpft sind oder wo ihre Grenzen liegen. Sie funktionieren weiter, obwohl der Körper längst Gegenzeichen gibt.

In unserer Behandlung werden diese Signale wieder wahrnehmbar. Wir achten darauf, wo der Körper festhält, wie sich der Atem verändert und was hilft, das innere Tempo zu senken.

So kann sich allmählich wieder ein klarerer Unterschied zwischen Anspannung und Ruhe entwickeln.

Trauma und körperliche Schutzreaktionen

Nach einer traumatischen oder stark belastenden Erfahrung kann der Körper weiter reagieren, obwohl die eigentliche Situation vorbei ist.

Er bleibt wachsam, hält den Atem an oder spannt Muskeln an. Nähe kann Unsicherheit auslösen. Manche Menschen erstarren oder ziehen sich zurück. Andere spüren einzelne Körperbereiche nur noch wenig.

Diese Reaktionen waren oder sind Formen von Schutz. Sie werden in unserer Behandlung nicht bekämpft oder gegen Ihren Willen verändert.

Die Behandlung beginnt mit Sicherheit, Orientierung und klaren Grenzen. Eine ausführliche Erzählung des Erlebten oder eine direkte Konfrontation mit belastenden Erinnerungen ist dafür zunächst nicht notwendig.

Wir arbeiten mit dem, was sich im gegenwärtigen Moment zeigt. Das Tempo richtet sich danach, was gut möglich ist.

Körper und Psyche

Wenn körperliche Beschwerden seelisch belasten

Lange bestehende Schmerzen verändern häufig mehr als nur die betroffene Körperstelle.

Der Schlaf wird schlechter. Bewegung wird vermieden. Die Sorge vor neuen Beschwerden wächst. Manchmal geht auch das Vertrauen verloren, sich im eigenen Körper wieder sicher oder wohl fühlen zu können.

Das kann bei chronischen Rücken- oder Beckenschmerzen ebenso geschehen wie bei Endometriose, Vaginismus, Vulvodynie oder einem länger bestehenden Kinderwunsch.

Die Körperpsychotherapie kann dabei helfen, die körperliche Belastung und die damit verbundenen Gefühle nicht getrennt voneinander betrachten zu müssen.

Im Mittelpunkt steht nicht die Suche nach einer psychischen Ursache. Es geht darum, mit Schmerz, Anspannung und Unsicherheit anders umgehen zu können und den eigenen Körper wieder verlässlicher zu erleben.

Aufmerksamkeit · Reize · Autonomie

ADHS, ADS und neurodivergente Reizverarbeitung

Bei ADHS oder ADS können Gedanken, Sinneseindrücke und körperliche Aktivierung in unterschiedlichem Tempo verlaufen. Konzentration gelingt zeitweise sehr intensiv und bricht in anderen Situationen schnell ab.

Körperpsychotherapie macht frühe Signale von Überlastung, Bewegungsbedarf und Erschöpfung besser zugänglich. Atem, Haltung, kleine Bewegungen und eine differenzierte Wahrnehmung helfen dabei, den eigenen Zustand klarer zu erkennen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Mädchen und Frauen, deren Profil häufig stiller, innerlich unruhiger und über lange Zeit kompensiert erscheint.

Wahlmöglichkeiten bei PDA-Profil und starkem Autonomiebedarf

Direkte Anforderungen, Zeitdruck oder ein festgelegter Ablauf können bei manchen Jugendlichen und Erwachsenen starke Gegenregulation auslösen.

Die Behandlung arbeitet mit Vorhersehbarkeit, verständlichen Schritten und echten Wahlmöglichkeiten. Dadurch bleibt die eigene Handlungsfähigkeit erhalten und Regulation kann aus Beteiligung statt aus Anpassungsdruck entstehen.

Auch Hochsensibilität, Hochbegabung, Autismus und wechselnde sensorische Bedürfnisse werden in ihrer individuellen Ausprägung berücksichtigt.

Therapeutischer Weg

Eigenständig oder zusammen mit Osteopathie

Körperpsychotherapie kann eigenständig stattfinden oder mit einer osteopathischen Behandlung verbunden werden.

Bei manchen Menschen steht von Beginn an eine psychische Belastung im Vordergrund. Bei anderen zeigt sich erst im Verlauf, dass Stress, Angst oder belastende Erfahrungen die körperlichen Beschwerden mitbeeinflussen.

Nicht jede osteopathische Behandlung enthält körperpsychotherapeutische Arbeit. Die Bereiche werden nur dann verbunden, wenn dies für das konkrete Anliegen sinnvoll ist.

Welcher Schwerpunkt passend ist, wird im Vorgespräch und im weiteren Verlauf gemeinsam geklärt.

Untersuchung und Behandlung

Vor Beginn besprechen wir das aktuelle Anliegen, bisherige Behandlungen, vorhandene Diagnosen, Medikamente und Belastungen, die wichtig sein können.

Die Behandlung kann im Gespräch, im Sitzen oder im Liegen stattfinden. Je nach Anliegen beziehen wir Körperwahrnehmung, Atmung, Haltung und kleine Bewegungen ein.

Berührung kann Teil der Behandlung sein, erfolgt aber nicht automatisch. Sie wird vorher besprochen und nur eingesetzt, wenn sie im jeweiligen Moment weiterhin stimmig ist.

Sie bleiben jederzeit ansprechbar und entscheiden mit. Jeder Schritt kann verändert, unterbrochen oder beendet werden.

Bei Bedarf können auch hypnotherapeutische Ansätze einbezogen werden. Dabei richtet sich die Aufmerksamkeit stärker nach innen. Sie bleiben aber immer wach, ansprechbar und behalten die Kontrolle über das, was geschieht.

Die Behandlung folgt keinem starren Ablauf. Sie wird an das angepasst, was sich zeigt und was im jeweiligen Moment gut möglich ist.

Schutz, Grenzen und Selbstbestimmung

Nähe wird nicht vorausgesetzt. Berührung wird nicht erwartet.

Körperpsychotherapie braucht einen klaren und geschützten Rahmen.

Das gilt besonders bei Erfahrungen von Grenzverletzung, Scham, Intimität oder Unsicherheit im Kontakt mit anderen Menschen.

Nähe wird nicht vorausgesetzt. Berührung wird nicht erwartet. Auch ein Thema, über das im Moment nicht gesprochen werden soll, muss nicht geöffnet werden.

Die Behandlung findet in ruhiger, konzentrierter und besonders geschützter Atmosphäre statt. Selbstbestimmung bleibt während des gesamten Prozesses erhalten.

Standort Kurfürstendamm

Ketamingestützte Körperpsychotherapie

Eine Besonderheit der conSenso® Praxis ist die ketamingestützte Körperpsychotherapie am Standort Kurfürstendamm.

Dort werden intravenöse Ketamin-Infusionen unter ärztlicher Begleitung in eine körper- und/oder gesprächspsychotherapeutische Behandlung eingebettet.

Vor Beginn finden ein ausführliches Vorgespräch mit Marek Kalbus und ein gesondertes ärztliches Vorgespräch statt. Der Arzt übernimmt die medizinische Aufklärung, legt die Infusion und begleitet ihre sichere Durchführung.

Vor, während und nach der Infusion erfolgt eine körperpsychotherapeutische oder gesprächspsychotherapeutische Begleitung. Wenn es zur jeweiligen Situation passt, können auch hypnotherapeutische Ansätze einbezogen werden.

Das Angebot richtet sich vor allem an Menschen mit depressiven Beschwerden. Auch bei Angst oder Folgen belastender Erfahrungen kann im Einzelfall geprüft werden, ob diese Form der Behandlung für Sie passend ist.

Genauere Fragen zu Ablauf, Voraussetzungen und Kostenerstattung klären wir im persönlichen Vorgespräch.

Zusammenarbeit und akute Krisen

Vorhandene ärztliche, psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlungen werden berücksichtigt.

Wenn ein Austausch mit anderen Behandlerinnen oder Behandlern sinnvoll ist, erfolgt er nur nach ausdrücklicher Zustimmung.

Die conSenso® Praxis ist keine psychiatrische oder psychotherapeutische Notfallstelle. Bei einer akuten psychischen Krise ist ärztliche oder psychiatrische Hilfe erforderlich.

Kostenloses persönliches Vorgespräch

Erst einmal persönlich sprechen.

Ob Körperpsychotherapie bei Ihrer konkreten Fragestellung infrage kommt, lässt sich im kostenlosen persönlichen Vorgespräch klären.

In etwa 20 Minuten besprechen wir, worum es geht, welche Belastungen bestehen und ob Körperpsychotherapie allein oder zusammen mit Osteopathie für Sie passend sein kann.

Telefon 030 2928111 · WhatsApp Business 0176 23441172 · contact@marek-kalbus.de